Okinawa 2018 –                        Eine Reise zur Quelle des Karate


 

Das dritte Jahr in Folge reiste ich zum Hauptdojo des Kenshikai, in Uehara – Nishihara, um bei Großmeister Tetsuhiro Hokama zu trainieren.

Ich durfte 2 Schüler mitbringen und so begleiteten mich Daniel (5. Dan) und Yannick (2. Dan), um mit mir gemeinsam die Anstrengungen des Karate- und Kobujutsu-Trainings zu erleben.

Drei Wochen verbrachten wir eine wundervolle bewegte Zeit an der Quelle unserer geliebten Kampfkunst in einem tropischen Sommer. Wir trainierten, lernten, unterrichteten und erlitten auch so manche Qual unter Strömen von Schweiß.

Menschen aus der ganzen Welt besuchten das Dojo, stets mit friedvollem Herzen, mit Offenheit, Respekt und gegenseitiger Achtung. Diese wundervollen Begegnungen verbinden uns Menschen der Kampfkünste in Freundschaft. Durch den intensiven Austausch entwickelt sich unser Karate immer weiter, ganz im Sinne Funakoshi Gishin Senseis: Adoptiere von jedem das Beste und ein vollkommenes Karate entsteht.

Meister Hokama führte uns an die „heiligen“ Orte des Karate, zu Gräbern und Denkmälern alter Karate-Meister, zu den Vorfahren unserer Weg-Kunst. Es war ein Ausflug in die Vergangenheit und machte den Geist der okinawanischen Karate-Kultur spürbar.

Natürlich erlebten wir auch die wundervolle okinawanische Kultur. Alleine über das frische, unbehandelte Essen und die Kunst des Zubereitens könnte ich einen ewig langen Text schreiben.

Wir besuchten Okinawa World – Ein Themenpark, der die kulturelle und handwerkliche Geschichte erleben lässt. Wir erlebten ein riesiges Trommel- und Tanzfest, bei dem 10.000 Trommler und Tänzer eine traditionelle gegen innovative Straßen-Show arrangierten. Wir nahmen am Yonabaru Tauziehen teil. Tausende Menschen zogen an einem tonnenschweren, dicken Seil um den diesjährigen Gewinner im Tug of War festzustellen. Daniel, Yannick und ich zogen im Team Lila gegen das Team in Rot und wir haben gewonnen. Alle feierten gemeinsam. Egal aus welchem Team sie kamen, stets lachten die Herzen und die gegenseitige Achtung der Anstrengung stand immer ganz oben. Wir sahen uns die okinawanischen Sumokämpfe an und ein wundervoller Regenbogen am Himmel über dem dicken Tau und schließlich ein herrliches Feuerwerk vollendeten das schöne Erlebnis.

Noch viel mehr bewegte uns, aber wer die Geschichten wissen möchte, muss sie sich anhören...

Die Reise war ein tiefes Erleben und Erkennen seines Selbst!

 

 

Vielen Dank fürs Lesen, Sensei Thomas.